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Anreise ins Périgord
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Anreise

Viele Wege führen ins Périgord

Mein Freund Hörbi ist mit einem Kollegen von Basel aus mit dem Fahrrad hierhergekommen. Zehn Tage und etwas sportliche Ausdauer waren nötig, aber es war «keine Sache», meinten sie. Männer eben, dabei sind beide Rentner... Der Beweis ist aber erbracht: Sie können das Périgord auch auf dem Drahtesel erreichen!

Überlegen Sie sich auch gut, ob Sie wirklich vorwärtsstürmend von Ihrem Haus an Ihr Ferienziel fahren wollen. Dafür gibt es natürlich Argumente, etwa dass Sie doch von Samstag bis Samstag bezahlt haben. Dagegen spricht, dass ja auch der Weg ein Ziel sein kann: Warum also nicht zwei Tage machen statt durchzufahren? Irendwo Station machen und ein kleines Stück Frankreich kennen lernen!

Ein Auto ist nötig!

In Frankreich existiert ein öffentlicher Nahverkehr, der seinen Namen auch verdient, nur im Bereich der Agglomerationen. Auf dem Land wird individuell gefahren. Wenn Sie zu den Sehenswürdigkeiten fahren und bequem einkaufen wollen, kommen Sie am Auto nicht vorbei.

Neun von zehn unserer Mieter kamen mit dem eigenen Auto, weil das für Ferienfahrten mit der Familie naheliegend, attraktiv und praktisch ist. Schliesslich steht die Kiste ja da, warum also Zug oder Flugzeug nehmen und dazu ein Mietauto? Wenn man nicht allzu genau rechnet, ist das eigene Auto wohl billiger, allerdings auch gefährlicher.

Wenn Sie sicher reisen wollen, bleiben Sie so viel wie möglich auf der Autobahn. Es stimmt, dass die französischen Autobahnen teuer sind und dass da eine völlig lächerliche Geschwindigkeitsbegrenzung auf 130 km/h eingehalten werden muss. Als Gegenleistung geniessen Sie sicheres und entspanntes Fahren und hervorragenden Service an den Rastplätzen.

Eine Handvoll Ratschläge für Autofahrer

Wenn Sie Frankreich-Anfänger sind, können die folgenden Dinge für Sie nützlich sein und unter Umständen auch Geld sparen.

  • Die Autobahnen in Frankreich werden von privaten Gesellschaften gebaut und gepflegt, fast alle Strecken sind darum mautpflichtig und das kann bei grösseren Reisen arg ins Geld gehen. Ausser im Bereich grösserer Städte liegen die Ausfahrten meist mehr als 30 Kilometer auseinander, es sind also echte Fernverkehrsstrassen.
  • Wenn Sie auch ihre Mautgebühren stressfrei loswerden wollen, erkundigen Sie sich nach der «Télépéage». Sie montieren an Ihrer Winschutzscheibe ein Kästchen, wählen die mit dem nebenstehenden Symbol gekennzeichneten reservierten Durchgänge und die Barrieren öffnen sich automagisch. Informationen dazu bei Frankreich-Info.de de.pic
  • Die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 130 Kilometer pro Stunde erzwingt einen gleichmässigen Verkehrsfluss, Sie fahren deutlich ruhiger und stressfreier als in Deutschland. Originalton eines Gastes aus Deutschland: «Wir atmen jedesmal auf, wenn wir in Frankreich sind!»
  • Frankreich hat seine Strassen sehr konsequent numeriert und diese Angaben sind weit zuverlässiger als die Wegweiser und Ortsangaben. Fahren Sie den Nummern nach, nicht den Ortsnamen!
  • Der Treibstoffmarkt ist ganz in der Hand der «Grandes Surfaces», bei Carrefour, Intermarché, Leclerc & Co tanken Sie im ganzen Land günstiger als auf der Autobahn. Der Preisunterschied kann bis 15 Eurocent betragen
  • Auf unseren Strassen fahren viele Drängler. Sie fahren hinten auf bis auf weniger als zehn Meter und nutzen jede noch so kleine Lücke zum Überholen. Immerhin hat sich das Spiel mit der Lichthupe etwas verloren. Fahren Sie defensiv!
  • Die Geschwindigkeitslimiten folgen einem festen Schema mit 20 km/h-Schritten:
      innerorts in beruhigten Bereichen			 30 km/h
      zwischen Innerorts- und Ausserortstafel		 50 km/h
      Landstrasse, geschützter Bereich			 70 km/h
      Landstrasse					 90 km/h
      Autostrasse, richtungsgetrennt		        110 km/h
      Autobahn					        130 km/h
      Von diesem Schema abweichende Geschwindigkeitsvorgaben treffen Sie nur sehr selten an (zB auf Baustellen)
NEU: Per Dekret vom 16. Juni 2018 ist die Höchstgeschwindigkeit auf den Landstrassen ausserorts von bisher 90 auf auf 80 km/h herabgesetzt.
Vorsicht: Es wird kontrolliert! Der Versuchsbetrieb dauert zwei Jahre.
  • Geschwindigkeitskontrollen sind häufig, Blitzgeräte sind überall und neu wird mit mobilen Kontrollen durch neutrale (nicht Gendarmerie-blaue) Fahrzeuge experimentiert – man will der Raserei ernsthaft entgegen­treten. Die Bussen sind happig und werden auch im Ausland eingetrieben!
  • Ferienzeit – Reisezeit: Informieren Sie sich über die Roten Tage und die neuralgischen Punkte im Internet:
    Meteo France (Wetter)
    Le Bison Fûté (Strassenzustand)
  • In Frankreich gilt ein Sonntagsfahrverbot für Lastwagen von Samsstag, 22 Uhr bis Sonntag, 22 Uhr. Zusätzlich ist von Mitte Juli bis Mitte August ist auch der Samstag lastwagenfrei.

Anreise mit dem Auto

Die Skizze mit den grossen Verbindungen kann Ihnen nützlich sein, wenn Sie mit GoogleMaps Ihre Route suchen. Laden Sie Karte als PDF herunter!

Es wird deutlich, dass die A89 Bordeaux – Lyon - Genf und die A20 Paris - Toulouse unsere wichtigsten Zubringer sind. Einige Details zu Ihrer Information:

  • Paris ist kein angenehmer Knotenpunkt, man kann sich da herrlich verfahren und stundenlang im Kreis drehen – vermeiden oder grossräumig umfahren!
  • Die A36 ist aus dem süddeutschen Raum die richtige Zufahrt. Wechseln Sie nicht auf die A39, das ist ein Umweg!
  • Sie können die A6 in Chalon-sur-Saône verlassen, über Paray-le-Monial auf der Landstrasse bis Montmarault fahren und da auf die A71 wechseln. Alternativ bleiben Sie auf der A6 bis Lyon und gehen da auf die A89. Das sind aber rund 100 Kilometer Mehrweg und darum kein Zeitgewinn.
  • Eine ähnlich schwierige Wahl haben Sie auf der A20 bei Limoges: Die Fahrt über Brive ist rund 20 Kilometer länger als über die Landstrasse N21 und bringt darum nur Bequqmlichkeit, aber keinen Zeitgewinn.

Anreise mit der Bahn

Es gibt gute Gründe für die Bahn, zum Beispiel ist sie für Alleinreisende oder für ältere Leute oft die beste Wahl. Bis vor kurzer Zeit konnte man allerdings von Hamburg oder Berlin nicht in einem Tag nach Bergerac oder Périgueux fahren, weil sich die Regionalzüge schon um 19 Uhr schlafen legten. Das wird sich aber ändern oder hat sich schon geändert.

Dank der neuen TGV-Verbindung Paris – Bordeaux dauert die Fahrt noch gut zwei Stunden. Von Bordeaux aus führen Regionalzüge nach Périgueux, Bergerac und Sarlat, von wo Sie mit dem Mietwagen weiterfahren. Eine durchaus attraktive Lösung und - wenn Sie früh buchen - auch preislich interessant.

Auch die mühsame Umsteiegerei vom Gare du Nord oder vom Gare d'Orléans mit Métro oder Taxi durch die ganze Stadt ist weitgehend Geschichte. Der Thalys aus Deutschland trifft heute im Gare de Monparnasse die TGVs auf dem Nachbargleis.

Anreise mit dem Flugzeug

Das Flugzeug fliegt zwar schneller als der Zug rollt, dafür verplempern Sie oft eine Menge Zeit mit den Zufahrten zum Flughafen, bei der Abfertigung und mit Ihrem Gepäck. Die Preise beim Fliegen sind ebenso attraktiv wie die der Bahn, vorausgesetzt Sie sind flexibel und haben Durchhaltewillen beim Buchen.

Fliegen Sie nach Bordeaux oder nach Toulouse und fahren dann mit dem Mietwagen in gut zwei Stunden weiter zu ihrem Urlaubsort. Bergerac, Périgueux und Sarlat haben zwar auch Flugplätze, attraktiv ist aber nur Bergerac bei Flügen über England.

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