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Berühmte Persönlichkeiten

Ungleiche Chancen

Das Périgord hat im Laufe der Jahrhunderte eine ganze Reihe berühmter und einflussreicher Frauen und Männer hervorgebracht, in erster Linie in den Bereichen Wissenschaft, Künste, Kirche und Militär. Das liegt zweifellos daran, dass diese Landschaft abseits von Handel und Industrie lag und es eine Volksbildung, wie wir sie heute als selbstverständlich ansehen, gar nicht gab.

Die meisten der Berühmtheiten entstammten darum dem Adel. Dem Bauern und Handwerker war die Schule verschlossen, Förderung fand er nur, wenn jemand aus den höheren Schichten oder aus der Kirche auf ihn aufmerksam wurde. Am Vorabend der Revolution konnte die Hälfte der Männer und ein Viertel der Frauen lesen, schreiben und zählen. Die Grundschule lag in den Händen der Kirche, die Eltern bezahlten für den Schulbesuch und viele Landgemeinden hatten gar keine Schule. Die Revolution brachte Fortschritte, die obligatorische und kostenlose Schulpflicht kam aber erst 1882 . Gleichzeitig wurde der Kirche verboten, Religionsunterricht zu erteilen. Jules Ferry hiess der Minister, der diese Reformen auf den Weg brachte. Er war kein Périgourdiner; aber ihn finden Sie auf vielen französischen Strassenschildern.

Meine Auswahl

Sie werden sich fragen, was dieses Kapitel hier soll. Ganz einfach: Sie werden diesen Namen in Périgord immer wieder begegnen und wenn auch nur als Namen von Strassen und Plätzen. Ganz sicher aber bei Ihren Besichtigungen, denn hinter vielen steht eine Burg oder ein Schloss als Geburtsort oder Sterbeort oder beides. Einige Ausnahmen gibt es allerdings. Josephine Baker stammt aus den USA, wird in Paris berühmt und landet auf dem Sh des Milandes im Périgord. Oder Heinrich von Bourbon, der spätere König Herni IV, stammt von Pau im äussersten Südwesten Frankreichs und wird 1610 in Paris ermordet. Er war über seine Mutter Graf des Périgord und fand in den Religionskriegen wiederholt Zuflucht in Bergerac.

Die ist natürlich zufällig aber auch nötig, weil die vollständige Liste über 400 Namen enthält. Das sehr hübsche Büchlein «Sur les traces des Illustres en Périgord» SYM_fr.gifbringt es auf 68 Namen, hier werden es wohl weniger sein.

Nach langem Hin-und-Her habe ich mich entschieden, Ihnen meine Auswahl in alfabetischer Reihenfolge zu präsentieren. Das ist zwar inhaltlich unsinnig, aber für die Suche nach einem Namen wohl vernünftig.

Weiterführende Seiten:
Esprit de Pays
Wikipadia-Seite



Charleston 1927

BAKER, Josephine (1906-1975)

Geboren in Missouri USA in eine arme Schaustellerfamilie. Mit sechzehn bricht sie nach New York auf und findet dort eine reiche Mäzenin, die ihr ein Engagement in Paris vermittelt. Nur mit einem Gürtel aus Bananen bekleidet tanzt sie Charleston. Nach kurzem Skandal ist sie berühmt. 1937 heiratet sie einen Franzosen und mit dem Ausbruch des Kriegs arbeitet sie für die Spionage-Abwehr und die Résistance, wofür sie nach der «Libération» hoch geehrt wird. Seit 1937 bewohnt sie das Château des Milandes, 1947 kann sie es kaufen und wohnt da bis 1969. Sie nimmt zwölf Kinder aus aller Welt auf in ihre «Regenbogenfamilie», sie will ein Beispiel geben für das friedliche Zusammenleben der Rassen. Es folgen schwierige Jahre, sie erhölt Hilfe von Brigitte Bardot, von Prinzessin Grace von Monaco und anderen. Aber schliesslich kann sie Milandes nicht mehr halten, 1969 wird es zwangsversteigert. Sie findet zurück auf die Bühne, 1975 stirbt sie nach einer Gala 68jährig an einem Hirnschlag. Sie wird mit militärischen Ehren auf dem Friedhof von Monaco bestattet.
Weiterführende Seite: Wikipedia

BIRON: Stammsitz der Familie Gontaut-Biron

Die Anfänge des Schlosses reichen ins 12. Jahrhundert zurück, 24 Generationen haben daran gebaut, die Familie war protestantisch und hat wiederholt Hugenotten aufgenommen.

Gontaut-Biron, Armand de (1524-1592) Feldherr und Staatsmann, seit 1577 Marschall von Frankreich und von 1577 bis 1581 war er als Vorgänger von Michel de Montaigne Bürgermeister von Bordeaux. Er war einer von nur sieben Generalfeldmarschällen Frankreichs.

Sein Sohn Charles-Armand (1562-1602) machte ebenfalls eine fulminante militärische Karriere. Er liess sich von den Spaniern in eine Verschwörung gegen Henri IV ziehen und dafür mit dem Tode bestraft.


Geburtshaus Borns in Sarlat

BORN, Betrand de (~1140-1215)

Gutsherr auf dem Ch de Hautefort, Troubadour, Poet und wilder Krieger. Er führt ein wildes Leben als Kriegsheld, Querulant und Unruhestifter. Im Alter zieht er sich in ein Kloster zurück und bereut seine Fehler. Aber Dante vergibt ihm nicht: In der «Göttlichen Komödie» verurteilt er ihn zu einer ewigen Irrfahrt in der Hölle. Bertran de Borns Lieder sind uns erhalten geblieben, er wirkte als Vorsänger in St-Avit-Sénieur, wo eine Inschrift an ihn erinnern soll.

BOURDEILLES, Pierre de (~1537-1614)

genannt Brantôme, auch abbé de Brantôme Bourdeilles war eine der vier Baronien des alten Périgord. Pierre wächst in eine Karriere am Hof und im Militär hinein und nimmt an zahlreichen Feldzügen in ganz Europa teil. 1584 nimmt er nach einem Reitunfall seinen Abschied. Durch seine Verletzungen ans Zimmer gefesselt beginnt er zu schreiben: Leichte Romane über das Leben am Hof, Erinnerungen an seine Taten als Soldat und als Liebhaber, Memoiren, die ihn unsterblich machen. 1614 stirbt er, ein Teil seines Werks wird erst 1655 gedruckt, erst im 18. Jahrhundert wird er wirklich erkannt.

BREUIL, Henri, genannt l'abbé Breuil (1877-1961)

Breuil wird 1900 zum katholischen Priester geweiht, tritt aber zeitlebens keine Pfarrstelle an. Er widmet sich dem Studium der Frühgeschichte, 1901 entdeckt in den Höhlen von Combarelle und Font de Gaume Malereien aus der Cro-Magnon-Zeit. 1940 ist er der erste Wissenschaftler in der Höhle von Lascaux.

Breuil katalogisiert Felszeichnungen in der ganzen Welt, er zeichnet die Bilder farbig nach und gibt ihnen Namen, die heute noch anerkannt sind. Er gilt als Pionier der frühgeschichtlichen Kunst, durch seine Publikationen wird er weltweit bekannt. Seine Bewunderer nennen ihn auch den «Papst der Frühgeschichte».


Theaterplakat 1898

CYRANO, Nicolas-Salvien (1619-1655)

Savinien de Cyrano de Bergerac ist ein freigeistiger Schriftsteller, er schreibt seine Werke allein inspiriert von seinem Genius. Geboren in Paris hat er Bergerac an der Dordogne nie gesehen.

Bekannt geworden ist Cyrano durch ein gleichnamiges Theaterstück von Edmond Rostand (1868-1918), das 1897 erstamls in Paris aufgeführt wurde. Es hat nichts mit einem lebenden Cyrano zu tun, sondern entspringt allein Rostands Fantasie. Das Stück ist kompliziert und aufwendig zu inszenieren, es wurde mehrmals verfilmt und in Comics umgesetzt und es hat Rekordeinnahmen generiert.

Cyyrano de Bergerac ist ein menschlicher Archetypus in der französischen Literatur ähnlich wie Hamlet oder Don Quichotte in ihren Bereichen. Bergerac hat ihm gleich zwei Standbilder gewidmet, obwohl er nie hier war.

DAUMESNIL, Irieix «Holzbein» (1776-1832)

Steile Karriere als Militär in königlichen Diensten und Truppenkommandant überall in Europa, rettet Napoléon das Leben, verliert bei Wagram ein Bein und setzt seine Karriere als unerschrockener Befehlshaber fort. Stirbt an der Cholera.

DUPONT, Auguste (1798-1850)

Gründer und Redaktor der angesehnsten Provinzzeitung seiner Zeit, «L'Echo de Vésonne» - Das Echo von Périgueux (Vesunna ist der römische Name von Périgueux). Als Politiker, Volksvertreter und Militär bekleidet er viele hohe Ämter im Département. Er ist der Erfinder der Lithografie (Steindruck), zusammen mit seinem älteren Bruder betreibt er einen Steinbruch zur Gewinnung der wertvollen Steine. Er wird wegen eines kritischen Artikels zum Duell gefordert und verliert dabei sein Leben.


(Wikipedia - Bergerac)

Famille Gontier de Biran dont plusieurs membres ont été maires de Bergerac, subdélégués et sous-préfets de Bergerac.

Pierre Maine de Biran (1766-1824), né à Bergerac, philosophe et homme politique, élu plusieurs fois député de la Dordogne.

POZZI, Samuel (1846-1918), né à Bergerac, célèbre gynécologue et chirurgien, protestant, le centre hospitalier de la ville porte son nom. Né et inhumé à Bergerac

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