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Gebrauchsanweisung

Inhalt
Eine Art Vorwort
Herzlich willkommen!
Die Sehnsucht nach dem Süden
Land und Leute
Landschaft und Haus
Berühmte Frauen und Männer
Die Entdeckung des Tourismus: Lascaux
Das touristische Périgord
Was suchen Sie?
Bickels Favoriten
Art Roman

Leib und Seele

Essen und Trinken
Essen und Trinken: Fleisch
Essen und Trinken: Wein
Essen und Trinken: Dies und das
Essen und Trinken im Restaurant

Ergänzungen und Hilfen

Glossar
Links ins Internet
Lesestoff
Anreise ins Périgord
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© Peter Bickel 2018
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Was suchen Sie?

Sie können Ihre Reise ins Périgord natürlich planen wie einen Flug auf den Mond oder einfach drauflosfahren. Beides ist möglich, es kann allerdings einfacher und kräfteschonender sein, eine Mitte zu finden. Um diese Mitte und einige andere Kleinigkeiten dreht sich dieses Kapitel.

Ich ging im Walde so für mich hin…

und nichts zu suchen, das war mein Sinn. Sie kennen das, Goethe natürlich. Es ist ein herrliches Gefühl, einfach einmal der Nase nach durch eine unbekannte Gegend zu laufen oder zu fahren und sich anmuten zu lassen von all dem Vielen, das unser Lebern und unsere Welt ausmacht. Wenn Sie zu diesem Typus gehören, brauchen Sie wahrscheinlich meine klugen Ratschläge gar nicht. Sie sind eher für Leute gedacht, die ihren Urlaub bereits zu Hause vorbereiten, sich etwas eindenken und einlesen möchten.

Frankreichs Provinzen im allgemeinen und das Périgord ganz besonders eignen sich bestens für diese Art von Ziellosigkeit. Sie treffen da so viel Weite und Stille in Landschaften von unglaublicher Unberührtheit, dass der nötige Gleichmut und die innere Leere beinahe von selbst in Ihr Herz sinken. Das Gerenne und Geschiebe im heutigen Berufsleben bietet kaum Platz für meditatives Verweilen. Es zwingt Sie aber niemand, die Hast auch in Ihre Ferientage mitzunehmen, manche reden von Abschalten, von «die Seele baumeln lassen» und vom «endlich frei sein». Ich ermutige Sie zu dieser Erfahrung: Kommen Sie ohne Pläne, lassen Sie sich zwei, drei Tage Zeit an Ihrem Ferienort anzukommen und schauen Sie sich dann behutsam um!

Mit unseren Gästen habe ich immer wieder diese Erfahrung gemacht: Die grösste Schwierigkeit im Urlaub ist das Ankommen. Das kann gern zwei oder drei Tage dauern und ist einfacher, wenn Sie an einen Ort wiederkommen. Der Tapetenwechsel oder die Luftveränderung, wie meine Mutter das nannte, ist eine anstrengende Angelegenheit. Wir können den Wechsel im Kopf zwar überspringen, die Seele hinkt immer hintendrein.

Sich von Interessen leiten oder sich anmuten lassen

Ich mache es selber so, dass ich schon zuhause durch die Ausflugsziele an meinem Ferienort blättere und mich dabei frage, ob und was mich an den Angeboten reizt und ob ich den damit verbundenen Aufwand, also zum Beispiel die Anreise, eine Übernachtung, den Eintrittspreis auch leisten will. So entsteht eine Liste, die ich dann als Möglichkeiten, aber keinesfalls als Aufgaben mitnehme. Wenn ich dann da bin, ist sowieso immer alles anders, aber die Liste bleibt eine Hilfe. Hier ist so eine Liste! Nehmen Sie also zum Beispiel einen Bleistift und machen Sie «Cognac-Sterne» neben die Zeilen. Die Aufzählung ist sicher nicht erschöpfend und ohne Bewertung, Meine persönlichen Verliebtheiten finden Sie unter dem Titel «Bickels Favoriten». Und alle Details liefert Ihnen der «Guide Michelin», Sie finden dort auch Vorschläge für Rundfahrten und viele praktische Hinweise.

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Fast alle Sehenswürdigkeiten des Périgord


Höhlen und Grotten Tropfsteinhöhlen Maxange, Proumeyssac, Grandroc, Carpe Diem, Villars, Lacave, Padirac, Cugnac und andere
Frühgeschichte Font-de-Gaume, Rouffignac, Lascaux (Faksimile, Museum)
Leben im Magdalénien Grand Roc, Préhistoparc Tursac, Les-Eyzies (Museum)

Römische Herrschaft Fundstätten Vesunna (Périgugeux), Montcaret

Römische Herrschaft Fundstätten Vesunna (Périgugeux), Montcaret

Christianisierung Felsenkirchen St-Emilion, Aubuisson
Wehrkirchen Terrasson, St-Amand-de-Coly und andere
Romanik Baneuil, Bassac, Limeuil, Les Lèches, Colubri, Riberac, Montferrand und viele andere!
Klöster Cadouin, Sarlat, St-Avit-Ségneur, Chancelade, Paunat
aquitanische Kuppelbauten Périgueux: St-Front, St-Etienne, Cahors, Angoulème

Burgen und Schlösser vor Erfindung des Schiesspulvers Castelnaud, Bonaguil, Beynac, Biron
nach der Erfindung des Schiesspulvers Hautefort, Monbazillac, Lanquais, Puyguilhem, Losse, Les Milandes, Fénelon und tausend andere

Städte und Dörfer grössere Périgueux, Bergerac, Sarlat, Nontron
kleinere Le Bugue, St-Alvère, Baumont, Issigeac, Villefranche, Limeuil, Mussidan, Les Eyzies und viele andere
Bastiden Monpazier, Ste-Foi-la-Grande, Lalinde, und 100 andere
weiter weg Bordeaux, Arcachon, Cahors

Verschiedenes Gärten Hautefort, Marqueyssac, Terrasson, Eyrignac, Sardy, Pèlerin
Dordogne Canal de Lalinde (Canal Latéral), Tuillières, Mauzac
technische Denkmäler Papeterie Couze, Spinnerei Belvès, Schmitte Salvignac-Ledrier
Animationen Gabarres auf Dordogne und Vézère, Wildschweinzucht Mortemart, Burnat & Aquarium Le Bugue, NussÖlmühlen,
Trouvaillen Tierparks, Stadtrundgänge, Musée Voulgre, Mussidan

Sport Wandern und VTT bezeichnete Wanderwege und VTT-Strecken, Karten ING
Wassersport Freibäder: Lanquais, Badefols, Bergerac und andere
Baden im Fluss Limeuil, Badefols
Kanu ab Limeuil auf Dordogne und Vézère
Reiten in lokalen Reitställen
Fliegen Leichtflugezuge, Heissluftballon

Essen+Trinken Märkte Wochenmärkte, Nachtmärkte JUL+AUG, Biomärkte
Weinbau Périgord Pourpre Degustation und Verkauf bim Winzer
La Basse Cour Hühner, Enten, Kaninchen & Co, le foie gras
anderes Nüsse, Kastanien, Erdbeeren, Honig und einiges mehr
Restaurant die périgourdinische Küche

Eine Warnung voraus

Beim Besuch von Sehenswürdigkeiten kommen Sie in ein Spiel von Angebot und Nachfrage: Einzelne Ziele sind sehr überlaufen (Lascaux), andere nehmen nur eine beschränkte Anzahl Besucher pro Tag an (Font-de-Gaume). Wenn Sie in der Wahl Ihres Ferientermins frei sind, meiden Sie Juli und August, vor allem der August ist höchste Hochsaison. Und wenn es nicht anders geht, reservieren Sie Ihre Karten online einige Tage vor dem Besuch.

Weitere Informationen

Erste Auskunftsquelle für lokale Informationen ist überall das «Office du Tourisme». Sie sind allerdings nur in Städten und grösseren Ortschaften ganzjährig besetzt, Englisch kann man aber überall, oft auch deutsch oder holländisch.

Treten Sie ein und sagen Sie laut: «Bonjour!» [boschuur]. Man wird Sie willkommen heissen und Sie können in Ständern mit hunderten von Flyern wühlen und mitnehmen was Sie tragen können. Beim Hinausgehen rufen Sie wieder freundlich «au revoir» [o röwoar!] oder besser «au revoir et merci!» [o röwoar e mersi] und man wird Sie lange in guter Erinnerung behalten.

Bilder finden Sie im Internet in riesiger Menge, allerdings sind viele Auftritte total überladen mit nichtsnutzigen Animationen, ganz der aktuellen Mode verpflichtet eben. Und vergessen Sie nicht: Der Franzose erwartet, dass Sie seine Sprache zumindest verstehen. Sinngemäss ist nur dort auch Englisch oder Deutsch zu finden, wo man sich auch international begreift und benimmt.

Wenn Sie explizit Seiten in deutscher Sprache suchen, GOOGLEn Sie nach dem Suchbegriff, gefolgt von «deutsch».

Und schliesslich haben wichtigere Sehenswürdigkeiten eine Boutique, wo Sie vom Cola über Postkarten und wertlosen Andenken bis zu Büchern und Bildbänden alles finden. Auch in deutscher und englischer Sprache!

Gut zu wissen

Gestatten Sie mir einige Vorbemerkungen und gute Ratschläge, die Sie selbstverständlich in den Wind schlagen können. Sie beruhen auf eigenen Erfahrungen und Rückmeldungen unserer vielen Gäste.

Das Périgord ist gross, die Strassen sind nicht zum Schnellfahren gemacht und die Anfahrtswege zu den Sehenwürdigkeiten übersteigen darum rasch eine Stunde Autofahrt. Etwas Vorausdenken lohnt sich und dazu kann auch die Wahl des Ferienorts gehören: Die Hauptstadt Périgueux liegt ewa in der Mitte des Departements. Die Frühgeschichte gruppiert sich im Périgord noir im Raum von Les-Eyzies, während Sie die Bastiden und den Wein eher im Périgord pourpre finden.

Ich habe meinen Gästen geraten, pro Tag nicht mehr als zwei Besichtigungen zu machen, unterbrochen von einem Picknick und eine Siesta an einem der vielen Plätze bei den Sehenswürdigkeiten einzuplanen. Wenn dann die Kraft nicht erschöpft ist, kann auf der Heimfahrt noch irgendwo ein Bad genommen werden.

Die Eintrittspreise sind gesalzen und eine vierköpfige Familie lässt schnell 40 bis 50 Euro Schmerzensgeld liegen. Auch die Gegenseite hat gemerkt, dass ihre Tarife nicht eben familienfreundlich sind und versucht, den Besuchern mit allerhand «Promotions» entgegenzukommen. Entstanden ist ein Dschungel von Pässen, Vorteilskarten und Kombibillietten, in dem Sie sich wohl nur verirren können. Wieder zuhause, hängen Sie dann die nicht eingelösten Vorteile hübsch gerahmt an die Wand oder kleben sie ins Erinnerungsalbum. Keine gute Sache, diese «drei-für-zwei-Politik». Wie hiess doch der Werbespruch von Bernie's? «Nur nichts kaufen ist billiger!»

Eine meiner Standardwarnungen lautet: «Geh nie an einen Ort, wo Michelin drei Sterne vergibt!» Drei Michelin-Sterne bedeuten: «Ist eine Reise wert» und so finden Sie denn an diesen Orten besonders lange Schlangen und besonders grosse Besuchergruppen hinter dem «Guide». Vor den Schlangen am Kassenhäuschen können Sie sich durch Buchung auf den Internetseiten der Sehenswürdigkeiten retten, vor den Menschenmassen rettet Sie niemand. Wählen Sie wenn möglich einen anderen Urlaubstermin.

Märkte

Sie möchten die Städte und Dörfer gern belebt und voller Menschen sehen? An Markttagen wird Ihnen dieser Wunsch erfüllt! Alle Daten der Wochenmärkte sind sehr stabil, Details finden Sie hier: MarktKalender Périgord oder auf den Webseiten der Gemeinden.

Ein ganz besonderes Vergnügen sind im Juli und August die Abendmärkte – die «Marchés Nocturnes». Marktfahrer aus der Umgebung bieten Ess- und Trinkbares an, die Gemeinde stellt Tische und Bänke auf und selbstverständlich gehört eine meist viel zu laute Kapelle dazu. Bringen Sie Teller, Gläser, Besteck und Servietten mit und dann kann es losgehen. Vorsicht: Die Portionen sind gross und wenn Sie nicht aufpassen, sind Sie satt, bevor das Vergnügen richtig losgegangen ist. So ein Abend ist nicht billiger als im Restaurant, aber vielleicht vergnüglicher.

Grössere Orte veranstalten regelmässig Biomärkte, aus Platzgründen leider oft nicht an den üblichen Markttagen.

Wandern und Biken

An dieser Stelle vielleicht ein Wort zum Wandern und Biken: Die Franzosen sind keine Fussmenschen und wenn sie wandern, tun sie das mit dem Auto. Was in einem so weitläufigen Land auch nur verständlich ist... In den letzten Jahren bewegte sich etwas, es gibt an manchen Orten Karten und markierte Wanderwege. Verantwortlich sind aber die Gemeinden und private Initiativen und dadurch unterliegt das Unternehmen einer gewissen Zähigkeit und Zufälligkeit.

Wenn Sie ernsthaft wandern oder biken wollen, können Sie sich das Kartenmaterial von zu Hause aus beim «Institut National de l‘Information Geographique IGN bestellen. Sie finden da einen gut assortierten Webshop, der Ihnen Karten und Bücher nach Hause schickt.

Laden Sie aktuelle Karten in Ihr Navi! Das gilt vor allem, wenn Sie mit dem Auto kommen wollen. Es gibt auch Spezialkarten für Fussgänger und Biker, erkundigen Sie sich!

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