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Gebrauchsanweisung

Inhalt
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Die Entdeckung des Tourismus: Lascaux
Das touristische Périgord
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Das touristische Périgord

Die Öffnung nach aussen

Nach dem zweiten Krieg brachte das Automobil die ersten Touristen ins Périgord und mit ihnen entstanden neue Verdienstmöglichkeiten. Der «Conseil Général» bemühte sich und bemüht sich immer noch, das Departement aus seiner Isolation herauszuführen: «Desenclavement» – öffnen der Insel heisst die Devise. Eine langwierige Anstrengung aber – wie es scheint – eine erfolgreiche. Geworben wird im Ausland vor allem mit den Felszeichnungen von Lascaux.

Spektakulärstes Unternehmen der letzten Jahre ist die Wanderausstellung über Lascaux, die zur Zeit durch die ganze Welt geht und gut besucht ist. Sie trommelt für das Departement und seine Schönheiten. Die Zahl der Logiernächte steigt und mit ihr leider auch das Gedränge im Périgord. In der Hochsaison Juli und August wird’s an vielen Orten eng und eher ungemütlich, denn die Grotten kann man ja nicht so einfach vergrössern.

Das Périgord kann definitiv keinen Wintersport anbieten, was zu einer von Anfang Mai bis Ende Oktober dauernden Sommersaison führt. Während der Schulferien von Anfang Juli bis Ende August ist Hochsaison, der August ist traditioneller Ferienmonat in vielen Betrieben und definiert die Höchstsaison. Wenn Anfang September die Schule wieder beginnt, gehört nach einem verkehrsreichen Wochenende das Périgord wieder uns Sesshaften. Wenn Sie also die nötige Freiheit haben, kommen Sie Mai, Juni oder September, Oktober.

Das Périgord sei eher ein teures Pflaster, meinten unsere Gäste aus Deutschland. Ich kann das schlecht beurteilen, gegenüber der Schweiz ist es hier allerdings sehr günstig. Andrerseits machen Eintrittspreise von zehn und mehr Euro pro Person einen Familienausflug tatsächlich teuer. Die Leute in den Kassenhäuschen scheinen das heimliche Seufzen der Gäste auch zu hören. Als Reaktion sind verschiedene Vergünstigungen lanciert worden in Form von Ferienpässen udn Kombibilletten. Im Moment sieht es allerdings etwas nach Wildwuchs aus, die zündende Idee lässt noch auf sich warten.

Die Idee von den vier Périgords muss dem Hirn eines Tourismusmanagers entsprungen sein, sie hat wenig historische Wurzeln, obwohl im Mittelalter vier Baronien das Gebiet beherrschten. In der Karte sind die Grenzen denn auch sehr fliessend und die Farben zufällig. Obwohl ich diese Einteilung in Regionen etwas übeflüssig finde, will ich sie Ihnen vorstellen: • Das Périgord vert liegt im Norden und hat Nontron und Brantôme als Schwerpunkte. Die hier vorherrschenden Eichen- und Kastanienwälder haben ihm das Grün spendiert. • Das Périgord blanc ist definiert durch das weite Tal der Isle, Schwerpunkt ist die Hauptstadt Périgueux. Warum hier weiss vorherrscht, kann ich nicht sagen, am Schnee kann es nicht liegen. • Das Périgord noir umfasst die Oberläufe von Dordogne und Vézère und beherbergt die zahlreichen Zeugen der Frühgeschichte. Les-Eyzies mit seinem Frühgeschichte-Museum liegt hier und natürlich Lascaux. Es ist die dunkle Farbe der Häuser, die der Region schwarz macht: der Granit herrscht hier vor. • Das Périgord pourpre oder auch rose liegt am Unterlauf der Dordogne und hat seine Farbe vom Wein, der hier gedeiht. Schwerpunkt ist Bergerac. Die Häuser sind ockerfarbig, hier herrscht der Kalkstein vor und hier finden Sie die meisten Bastiden.

Hier fehlt wohl noch einiges - aber was?

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