Recent Changes - Search:

Gebrauchsanweisung

Inhalt
Eine Art Vorwort
Herzlich willkommen!
Die Sehnsucht nach dem Süden
Land und Leute
Landschaft und Haus
Berühmte Frauen und Männer
Die Entdeckung des Tourismus: Lascaux
Das touristische Périgord
Was suchen Sie?
Bickels Favoriten
Art Roman

Leib und Seele

Essen und Trinken
Essen und Trinken: Fleisch
Essen und Trinken: Wein
Essen und Trinken: Dies und das
Essen und Trinken im Restaurant

Ergänzungen und Hilfen

Glossar
Links ins Internet
Lesestoff
Anreise ins Périgord
Impressum


schreiben Sie mir!





© Peter Bickel 2018
PMWiki V 2.2.105

editSB


.

Eine Art Vorwort

Schreib eine Gebrauchsanweisung für das Périgord!

Sommer 2018, wir sitzen an einem warmen Abend eine Autostunde von Leipzig entfernt auf der Terrasse bei einem Glas Weisswein von Saale-Unstrut. Mein Freund Holger legt eine Hand voll schlanker Büchlein vor mir auf den Tisch und meint: «Schau Dir diese Dinger da einmal an! Da gibt ein Verlag Gebrauchsanweisungen für alle möglichen Reiseziele heraus und das Périgord fehlt immer noch. Das könntest Du doch schreiben, Du mit deinen dreissig Jahren Périgord im Nacken! Du kannst das, ich weiss es.»

Ich weiche etwas zurück, wenn man versucht mir Hausaufgaben aufzuladen. Aber im Grunde habe ich bereits angebissen, die Idee reizt mich und ich weiss, dass ich es versuchen will. Also nehme ich eines der Büchlein mit, lese es am folgenden Tag und bin enttäuscht: Nein, so geht das nicht! Viel zu akademisch, zu trocken, zu geschichtslastig und für die Vorbereitungen einer Reise schlicht daneben. Eine Gebrauchsanweisung soll doch eine «Hilfe zum Gebrauch» sein, konkret eine Hilfe zum Gebrauch des Périgord im Hier-und-Jetzt als Tourist und – warum auch nicht – als Auswanderer!

Holger und seine Familie kenne ich seit ein paar Jahren, sie kamen als Gäste zu uns, haben sich ofenbar wohl gefühlt und wurden Wiederholungstäter. Was umso mehr erstaunt, als die Reise von Leipzig ins Périgord ganz schön aufwendig und in weniger als zwei Tagen nicht zu machen ist. Ausserdem spricht Holger zwar etwas Englisch, aber kein Wort Französisch. Was in meinen Augen beweist: Es geht auch ohne! Nicht zuletzt natürlich weil man hier die geldbringenden Touristen ja auch verstehen will.

Vom Touristen zum «Immigré»

Ich bin in Zürich in der Schweiz augewachsen und zur Schule gegangen. Mit der Liebe zum Nachbarn im Westen habe ich mich in der Mittelschulzeit angesteckt: Unser Französischlehrer war ein bekennender Frankreich-Fan und führte uns auf der «Maturareise» quer durch Frankreich nach La-Rochelle. So habe ich als Neunzehnjähriger einen nachhaltigen Eindruck von den Weinen des Burgund erhalten und fast alle «Loireschlösser» gesehen...

Der Geografelehrer war keinen Deut besser, er hat uns ein ganzes Jahr lang nur von Frankreich erzählt und uns aufgefordert, da auch hinzugehen: «Da nehmt ihr ein «vélo» ins «portemonnaie» und einen «Feufliber» unter den Hintern, et voilà!» Und wir fuhren los! Mit einem Fünfrankenstück kam man in den fünfziger Jahren noch ziemlich weit, wir waren in Avignon, am Pont-du-Gard und in Marseille, wo ich in einem «Bistrot» am alten Hafen meine erste «Bouillabaisse» ass.

Ich habe später Frankreich immer wieder bereist und mich da auch fast jedes mal wohl gefühlt, auch wenn es zuweilen von einem vewöhnten Schweizer einiges an Anpassung verlangte. Als Margrit und ich dann irgendwann «noch etwas ganz anderes machen wollten im Leben», bot sich Frankreich wie von selber an: Da konnten wir einigermassen die Sprache und da kannten wir uns einigermassen aus. Wie einigermassen erkannten wir allerdings erst, als wir ankamen und anfngen da zu leben und zu baue(r)nn.

Das Auswandern war zwar eine seelisch und körperlich ziemlich aufwendige Geschichte, aber niemand legte uns auch nur das kleinste Steinchen in den Weg, auch der französische Staat nicht – im Gegenteil! Man war überall freundlich und korrekt. Gewissermassen als Belohnung für all die Mühen erlebten wir hier dann einen gewaltigen Energieschub, der uns beim Einrichten und Anfangen in unserem neuen Leben sehr zustatten kam.

Sie sehen, ich bin ein überzeugter Auswanderer und scheue mich nicht, Sie zu diesem Schritt zu ermutigen. Anlässe dafür gibt es viele, ich werde in einem eigenen Kapitel dazu etwas ausführlicher berichten, es gehört schliesslich auch in eine Gebrauchsanweisung.

Glossar

Ich verwende manchmal alemannisch oder französische Ausdrücke, das «Alemannische» ist meine Muttersprache, das Zürichdeutsche, und das Französische übe ich seit drei Jahrzehten, denn da bin ich ja jetzt zuhause. Manchmal liegen mir diese Sprachen einfach näher, manchmal beschreiben sie einen Sachverhalt besser als der zugehörige hochdeutsche Ausdruck oder benötigten eine ausufernde Umschreibung. Ich setze sie «kursiv in Anführungszeichen». Sie sind hier in der Onlineversion ausserdem blau und unterstrichen, weil sie Links zum Glossar sind. Also einfach draufklicken. Sie finden da Übersetzungen und meinst eine Umschreibung und Erklärung.

Ergänzungen und Hilfen

Ebenfalls am Schluss finden Sie einige nützliche Seiten zur Reise ins Périgord, eine tabellarische Zeitleiste zur Geschichte Frankreichs und des Périgords und Hinweise zu Lesestoff und fürs Internet. Da ist allerdings fast alles französisch: Die Grande Nation erwartet, dass die Welt französisch spricht...

Edit - History - Print - Recent Changes - Search
Page last modified on 2018-11-05, um 04:43