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update: 20-SEP-2008
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E-Nummern

Farbstoffe, Antioxidantien, Emulgatoren, Geschmacksverstärker. Es gibt wohl hundert solche Substanzen, die von der Industrie in unser Essen (und in das unserer vierbeinigen Lieblinge) gemischt werden, damit es schöner aussieht oder länger haltbar ist. Hier ist ein Auszug aus der Liste.

E 100 - Farbstoffe

Farbstoffe geben Lebensmitteln ein 'schönes' Aussehen, was den Appetit anregt und zum Kauf einlädt. Wenn die natürliche Farbe durch die Verarbeitung verloren gegangen ist, wird sie durch Farbstoffe ersetzt.
Farbstoffe finden sich vor allem in Süsswaren, Limonaden, Puddings, Glacen, Obstkonserven, Margarine, Käse, Brotaufstrichen, Fischereierzeugnissen, Bouillon, Sulzen, Medikamenten - also beinahe überall.
Ach ja, und selbstverständlich auch in der Tiernahrung.

Farbstoffe, die natürlicherweise in Lebensmitteln vorkommen

E 100 Kurkumin gelb, aus der Gelbwurz gewonnen
E 101 Lactoflavin gelb, Riboflavin und Phosphatester des Riboflavins
E 140 Chlorophyll grün, aus grünen Pflanzenteilen gewonnen
E 160a-f Carotinoide orange, Carotin macht, dass Karotten und Kürbisse gelb und orange sind
E 161a-g Xanthophylle orange
E 162 Betenrot rot, aus Randen, roten Beeten
E 163 Anthocyane rot-blau, aus Schalen roter Trauben, Erdbeeren und Rotkohl

Farbstoffe, die natürlicherweise nicht in Lebensmitteln vorkommen

E 104 Chinolingelb gelb, allergen
E 110 Gelborange S orange, schwach allergen
E 120 Cochenille, Carminsäure rot, aus Scharlach-Schildläusen
E 122 Azorubin rot, im Tierversuch schädlich (Blutbild, Lunge, ua)
E 123 Maranth rot, im Tierversuch schädlich (Immunabwahr)
E 124 Ponceau 4R, Cochenillenrot A rot, schwach allergen
E 127 Erythrosin rot, allergen, im Tierversuch schädlich (Nerven, Schilddrüse)
E 131 Patentblau blau
E 132 Indigotin Indigocarmin blau, schwach allergen
E 141 Kupferkomplexe der Chlorophylle grün, Risiko bei Störung des Kupferstoffwechsles
E 142 Brilliantsäuregrün grün S
E 150 Caramel braun, gebrannter Zucker
E 151 Brilliantschwarz BN schwarz, hemmt die Verdauungsenzyme
E 153 Pflanzenkohle schwarz, Carbo medicinalis vegetabilis (medizinische Kohle)

Farbstoffe, die nur zum Färben von Oberflächen erlaubt sind

E 170 Calziumcarbonat weiss, Kreide
E 171 Titaniumdioxyd weiss
E 172 Eisenoxyde, Eisenhydroxyde rot bis gelb
E 173 Aluminium silbergrau
E 174 Silber silber
E 175 Gold golden
E 180 Litholrubin BK rot, Rubinpigment allergen, nur für Käserinde

E 200 - Konservierungsmittel, Antioxidantien, Säuerungsmittel

Konservierungsmittel verlängern die Haltbarkeit, indem sie das Wachstum von Mikroorganismen hemmen (Bakterien, Schimmelpilze, Hefepilze, Fäulniserreger), E 220 schweflige Säure macht den 'Kopfwehwein'
Antioxydantien verhindern den Verderb durch Luftsauerstoff, zB das Ranzigwerden von Fetten und Ölen und das Braunwerden von Früchten.
Säuerungsmittel werden zur Vorbehandlung von Lebensmitteln und zur Säuerung eingesetzt (Fruchtgeschmack)
Diese Zusaätze sind in Fisch- und Fleischprodukten, vor allem in Wurstwaren, Rauch- und Trockenfleisch. Ferner in Fruchtsaftgetränken, Limonaden, Brot und Backwaren, Salaten, Margarine, Wein, Trockenfrüchten...

E 200...E203 Sorbinsäure und Sorbate Sorbinsäure wird aus Vogelbeeren gewonnen
E 210...E 213 Benzoesäure und Benzoate alle allergen, kann Asthma und Nellesucht auslösen
E 214...E 219 p-Hydroxybenzoesäure (PHB-Ester) alle stark allergen, gefässerweiternd, krampfauslösend, (:cellnr:) betäubend
E 220...E 228 Schwefeldioxyd und Sulfite alle allergen, können Kopfschmerzen auslösen
E 230 Biphenyl Diphenyl Pestizid, nur äusserlich auf Zitrusfrüchten
E 231 E 232 Orthophenylphenol und Natriumorthophenylphenol Pestizid, nur äusserlich auf Zitrusfrüchten
E 233 Thiabendazol
E 234 Nisin
E 235 Natamycin
E 236 Ameisensäure
E 237, E 238 Formiate
E 239 Hexamethyentetramin Wirkung unbekannt, nur für Provolone-Käse verwandt
E 242 Dimethyldicarbonat
E 249 Kaliumnitrit
E 250...E 252 Natriumnitrit Bestandteil des Pökelsalzes
E 260...263 Essigsäure
E 270 Milchsäure
E 280...283 Propionsäure Propionate im Tierversuch Magenkrebs in Backwaren
E 284, E 286 Borsäure giftig, vor allem für Kleinkinder
E 297 Fumarsäure

E 300 - weitere Säuren, Vitamine

E 300 Ascorbinsäure Vitamin C
E 301...304 Natriumascorbat, Ascorbinsäure
E 306...E 309 Tocopherole Vitamin E
E 310...E 312 Gallate gewonnen aus Eichenrinde oder Galläpfeln allergen
E 315, 316 Isoascorbinsäure
E 320 Buthylhydroxyanisol (BHA) allergen, reichert sich im menschl Fettgewebe an
E 320 Buthylhydroxytoluol (BHT) allergen, reichert sich im menschl Fettgewebe an
E 322 Lezithin aus Hühnereiern, Sojabohnen
E 325...E 327 Lactate Salze der Milchsäure
E 330...E 333 Zitronensäure
E 334...337 Weinsäure
E 338...343 Phosphorsäure, Phosphate
E 351, E 352 Salze der Apfelsäure
E 363 Bernsteinsäure

E400 - Verdickungsmittel, Gelier- und Feuchthaltemittel

Verdickungsmittel werden zur Herstellung von dickflüssigen Lebensmitteln verwendet, zB Gelees, Puddings, Cremen, Konfitüren, Mischgetränken, Light-Produkten, Vollkonserven von Meeresfrüchten und Fisch, Brotaufstrichen, Glaces, Süsswaren, usw
Feuchthaltemittel verhindern das Austrocknen von Lebensmitteln.

E 400...E 450 Alginsäure mit Alginaten aus Braunalgen verhindert die Aufnahme von Spurenelelmenten
E 406 Agar-Agar aus Rotalgen
E 407 Carragen aus Rotalgen
E 410 Johannisbrotkernmehl Carubin, Abführmittel, senkt den Cholestereinspiegel
E 412 Guarkernmehl aus den Samen der Guarpflanze
E 413 Treganth aus Astralagus Pflanze
E 414 Gummi arabicum aus der Akazie
E 415 Xanthan von Xanthomonas-Bakterien hergestellt
E 416 Karayagummi
E 417 Tarakernmehl peruanisches Carubin
E 418 Gellan
E 420 Sorbit, Sorbitsirup
E 421 Mannit
E 422 Glycerin

E 425 - Emulgatoren, Stabilisatoren

Emulgatoren und Stabilisatoren ermöglichen das Mischen von Stoffen, die sonst nicht mischbar wären, zB Öl und Wasser. Sie finden sich vor allem in Backwaren, Süsswaren, Schokolade, Saucen, Desserts, Margarine, Fleischwaren, Käse, Fertig-Fondue-Mischungen, Mayonnaise light, UHT-Rahm, Glace, ...

E 425 Konjak
E 432 Polysorbate
E 440 Pektine
E 442 Ammoniumsalze von Phosphatidsäuren
E 444 Saccharose-acetat-isobutyrat
E 445 Glycerinester aus Wurzelhaar Kolophonium
E 450...452 Phosphate
E 459 Beta-Cyclodextrin
E 460...468 Cellulose
E 470a, E 470b Salze der Speisefettsäuren
E 471 Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren
E 472a-f Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren verestert mit Fruchtsäuren
E 473 Zuckerester von Speisefettsäuren
E 474 Zuckerglyceride
E 476 Polyglycerin-Polyricinoleat
E 477 Polyglycerin-Polyricinoleat
E 479 therooxydiertes Sojaöl mit Mono- und Diglyceriden von Speisefettsäuren
E 481 Natriumstearoyl-2-lactylat
E 482 Calciumstearoyl-2-lactylat
E 483 Stearyltartrat
E 491 Sorbitanmonostearat
E 492 Sorbitantristearat
E 493 Sorbitanmonolaureat
E 494 Sorbitanmonooleat
E 495 Sorbitanmonopalmitat

E 620 - Geschmacksverstärker & Co

Geschmacksverstärker unterstützen den Eigengeschmack von Lebensmitteln, sind selber aber geschmacklos. Sie finden sich in Teigwaren, Mayonnaise, Fleischwaren, Würzen, Sulzen, usw

E 620...625 Glutamat, Glutaminsäure
E 626...629 Guanylate
E 630...633 Inosinate, Inosinsäure
E 634...640 Geschmacksverstärker

E 900 - Verschiedene Zusatzstoffe

E 900 Dimethylpolysiloxan künstliches Schaumverhütungsmittel
E 901 Bienenwachs weiss und gelb
E 902 Candelilawachs
E 904 Schellack
E 905...914 Überzugsmittel
E 920 L-Cystein

E950 - Süssstoffe

Süssstoffe gehören nicht zu den natürlichen Zuckerarten, sind sehr süss und haben einen geringen Energiewert. Sie werden vor allem als Zucker-Ersatzstoffe eingesetzt: Light-Produkte und Produkte für Diabetiker.

E 950 Acesulfam
E 951 Aspartam
E 952 Cyclamat</ti>
E 953 Isomalt
E 954 Saccharin
E 957 Thaumatin
E 959 Neohespedrin DC
E 965 Malit, Malitsirup
E 967 Xylit
E 1103 Invertase
E 1410 modifizierte Stärke

Aromen

Aromen verleihen den Lebensmitteln ihren Geruch und Geschmack. Sie haben keine E-Nummern. Sie müssen mit dem Wort 'Aroma' oder einer genauen Bezeichnung deklariert werden. Die Europäische Kommission listet zur Zeit 2748 Aromastoffe auf.

Man unterscheidet drei Typen von Aromastoffen:

  • Natürliche Aromastoffe</ti> kommen in der Natur wirklich vor. Sie werden entweder aus Lebensmitteln extrahiert (zB Vanilleextrakt) oder biofermentativ hergestellt, zB mit Hilfe von Bakterien, Hefen oder Pilzen. Natürliche Aromen können, müssen aber nicht aus dem bezeichneten Lebensmittel stammen. Ein Erdbeerjoghurt kann beispielsweise Aromastoffe aus Fischen oder aus Sägespänen enthalten, die dennoch als natürliches Aroma deklariert werden dürfen.
  • Naturidentische Aromastoffe werden synthetisch hergestellt, sind aber chemisch den
      natürlichen Aromastoffen ähnlich oder gleich. So können als naturidentisches Erdbeeraroma 15
      Substanzen zugegeben werden, da sie auch in Erdbeeren vorkommen. In Erdbeeren gibt es mehrere
      hundert verschiedene Substanzen, die in ihrer Gesamtheit das natürliche Erdbeeraroma ausmachen.
      Der künstlich erzeugte "Naturidentische Aromastoff" braucht so nicht dem natürlichen Eigenaroma
      zu entsprechen, weist jedoch chemische Übereinstimmung bei mindestens einer Komponente auf.
  • Künstliche Aromastoffe haben keine Entsprechung in der Natur. Sie sind chemisch
      hergestellt und ihre chemische Beschaffenheit hat keinerlei Ähnlichkeit mit derjenigen des
      entsprechenden  natürlichen Aromas. Viele dieser künstlichen Aromen können für verschiedene
      Geschmacksrichtungen eingesetzt werden. Der empfundene Geschmack hängt von der Aroma-Konzentration ab.

Enzyme

Enzyme sind natürliche Eiweissstoffe. Sie werden im Laufe des Verarbeitungsprozesses zugesetzt, zB zur Vorbehandlung von Rohstoffen oder zum Abbau bestimmter Inhaltsstoffe. Sie sind keine Zusatzstoffe im obigen Sinne und müssen nicht deklariert werden, wenn sie im Endprodukt nicht mehr nachweisbar sind.

Quellen und Links:

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